Zugabe

Werde Roadie beim Hurricane Festival!

style+

Der neue Style-Guide als PDF zum Durchblättern


Zugabe

Album von Skip The Use zu gewinnen
Am 29. Mai gibt es das neue uMag am Kiosk.
Foto Dorothee Halbrock und Elisabeth Desta - KUNST IN DIE KÖPFE
Foto: Dennis Poser
> Dorothee Halbrock und Elisabeth Desta

KUNST IN DIE KÖPFE

Das Hamburger Dockville ist nicht nur unser liebstes Indiepopfestival, sondern auch ein hochkarätiges Kunstevent. Dass das nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgt ein Kuratorenteam, unter anderem mit Dorothee Halbrock (26, rechts) und Elisabeth Desta (28, zweite von rechts).

Interview: Falk Schreiber

uMag: Dorothee, Elisabeth, was habt ihr aus dem Dockville 2010 gelernt?
Dorothee Halbrock: Wir haben wahnsinnig viel Energie in die Projekte gesteckt, und die Vermittlung kam dann viel zu kurz. Weil das Dockville als Musikfestival in den Köpfen der Leute steckt, ist es schwierig, wenn das Publikum auf den Platz kommt und nicht weiß, was es mit bestimmten Performances oder Kunstinstallationen anfangen soll.
Elisabeth Desta: Wir setzen dieses Jahr deswegen den Fokus auf interaktive Kunstvermittlung, mit Workshops und Symposien, die aber nicht wie normale Symposien gestrickt sind.

uMag: Besteht da nicht die Gefahr, dass man das Ganze irgendwann als zwei Festivals wahrnimmt - auf der einen Seite Musik, auf der anderen Seite Kunst, die zufällig am gleichen Ort stattfindet?
Halbrock: Wir haben von Mitte bis Ende Juli ein internes Kunstcamp. Ab 21. Juli folgt das öffentliche Kunstcamp, wo das Kunstpublikum, aber auch andere Menschen dazukommen können. Und das geht ab 12. August ins Festival über. Das sind natürlich verschiedene Kontexte, aber das übergreifende Ding ist das Kunstcamp.
Desta: Außerdem arbeiten die Künstler auch viel mit Musik, und während des Festivals gibt es auch Kunst. Da haben wir schon diese Interaktion.

uMag: Dieses Jahr zeigt ihr nicht nur Kunst, sondern auch Performances mit Leuten wie Showcase Beat le Mot oder den Chicks on Speed. Wie sieht das dann aus? Machen die Chicks on Speed ein Stück, mit dem sie sonst auch touren?
Desta: Alle Künstler münzen ihre Arbeiten entweder neu auf den Ort, oder sie zeigen extra dafür entwickelte Arbeiten. Die Chicks on Speed werden zum Beispiel etwas mit Anton Unai machen, das ist ein Bildender Künstler, die werden Kunst und Musik visuell verbinden. Und dann gibt es Sachen, die auch schon im klassischen Galerieraum stattgefunden haben - wie eine Performance von Bo Christian Larsson. Die macht er beim Dockville aber draußen. Das findet auch der Künstler total spannend, wie diese Performance sich verändert, weil dann natürlich die Komponenten andere sind.