DER ÜBERFLIEGER
Chris Cole ist einer der bekanntesten Skateboardprofis der USA. Das Training für die großen Sprünge hält ihn aber nicht von seiner anderen Leidenschaft ab: der Mode.
Interview: Ellen Stickel
uMag: Chris, Gratulation, du hast den CPH Pro 2012 gewonnen, einen der wichtigsten Skateboardcontests Europas! Bist du auch bei deinem Style so ehrgeizig?
Chris Cole: Ja, ich habe überall das Gefühl, dass ich höher, schneller, weiter sein muss. Kleider zeigen der Außenwelt, wie wir gesehen werden wollen. Deshalb nehme ich Kleidung echt ernst.
uMag: Wie hat sich die Skatemode in den vergangenen 15 Jahren verändert?
Cole: Total, der ganze Schnitt der Kleider hat sich drastisch geändert. Früher war das alles irre baggy, heute kommt langsam die tatsächliche Form der Kleidungsstücke zum Tragen. Ich finde, das fühlt sich gut an. Wir sehen jetzt aus wie Menschen, die Klamotten tragen.
uMag: Was ist dein Stil, im Leben und bei der Mode?
Cole: Ich würde sagen ich bin beständig. Ich möchte ein Mann auf einem Board sein, der bei allem, was er sagt, er selbst ist. Ich mag Altbewährtes, suche aber trotzdem immer nach Neuem, auch bei den Klamotten. Zum Beispiel kleide ich mich gerne tough und im Metalstil, mag es aber trotzdem bunt. Die Sachen müssen halt einfach krass sein.
uMag: Du wirst gesponsert seit du 16 bist, momentan fährst du für das Monster-Energy-Team. Gibt es Unterschiede zu damals?
Cole: Klar, am Anfang bist du total aus dem Häuschen, wenn du Sachen umsonst kriegst. Irgendwann fühlt es sich dann total normal an. Aber da es heute so viele gute Leute gibt, ist ein Sponsorenvertrag vor allem eine Anerkennung dafür, dass man sich von der Masse abhebt.
uMag: Was fasziniert dich besonders am Skateboarden?
Cole: Du landest nie in einer Sackgasse, dir fehlt es nie an Tricks oder an Motivation. An das Gefühl zu fahren kommt nichts anderes heran.
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