uMag: Clayton, wann hast du zum ersten Mal den Drang gefühlt, Kleider zu entwerfen?
Clayton Evans: Das fing auf der Kunsthochschule an. Es entwickelte sich irgendwie organisch von einzelnen Stücken hin zu einer vollwertigen Kollektion. Einer der wichtigsten Schritte war dann, dass ich anfing, das Internet zu nutzen, um die Sachen raus in die Welt zu bringen. Zu Anfang habe ich noch alles selbst gemacht, inzwischen sind wir schon zu fünft, plus einiger Leute, die uns bei der Produktion helfen.
uMag: Du hast Kunst studiert. Ziehst du deine Inspiration deshalb vorwiegend aus diesem Bereich? Oder geht es doch mehr ums Design?
Evans: Ums Design, definitiv! Während des Studiums habe ich mir eine Menge Gedanken über die Grenzen zwischen Kunst, Handwerk und Design gemacht. Ich habe realisiert, dass es mich am meisten anspornt, Dinge zu entwickeln, die gut funktionieren. Ich habe mich gefragt: Wie kann ich ein Kleidungsstück entwerfen, das an vielen verschiedenen Figuren gut aussieht? Wie kann ich die Produktion vereinfachen und gleichzeitig mehr kreativen Spielraum bekommen? Und wie designe ich Klamotten, mit denen viele Menschen ihre Persönlichkeit ausdrücken können? Die Lösung sieht man in meinen Kollektionen: drapierte Kleidungsstücke, immer oversized und vor allem unisex.

15.03.2010









