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TRAGENDE VERBINDUNG

Die Möbel von Stückwerk sind wie gemacht für urbane Nomaden: leicht auf- und wieder abzubauen. Dabei hatten René Struttmann und Johannes Laue etwas ganz anderes im Sinn.

Interview: Ellen Stickel

uMag: Eure Tische und Stühle sind durch Seilverbindungen nicht nur schnell aufgebaut, sondern auch individualisierbar. Was gibt es denn alles zur Auswahl?
René Struttmann: Wir verwenden Birken-Multiplex-Holz, wobei es die Tischplatte wahlweise in Natur oder mit einer weißen oder schwarzen Beschichtung gibt. Auch die Farben der Polyethylen-Seile kann man sich aussuchen.

uMag: Wann habt ihr beschlossen, euch mit euren Produkten selbstständig zu machen?
Struttmann: Anfang letzten Jahres. Wir haben uns auf der Hochschule in Dortmund kennengelernt und Stückwerk ist aus einer Semesterarbeit heraus entstanden. Als wir unseren Tisch umgesetzt hatten, meinte unsere Professorin, dass der so stark wäre, dass wir damit an den Markt gehen sollten. Das haben wir dann einfach gemacht.

uMag: Einfach mal so ...
Struttmann: Ja. (lacht)
Johannes Laue: So schwer fiel uns die Entscheidung uns selbstständig zu machen gar nicht. Wir machen das ja noch neben dem Studium und müssen uns nicht drauf verlassen, dass wirklich etwas aus der Firma wird. Wir probieren das jetzt einfach mal, und es hat bisher gut geklappt.

uMag: Man kann die Tische und Stühle platzsparend wegpacken - aber eigentlich sollen sie ja lieber schick aufgebaut bleiben, oder?
Struttmann: Ja. Wir werden zwar oft gefragt, ob die Möbel für Leute mit wenig Platz gedacht sind oder welche, die dauernd umziehen. Aber bei uns war eher der Hintergedanke, dass wir sie so flach gut verschicken können.
Laue: Und es war uns vor allem wichtig, dass sie komplett ohne Werkzeug aufgebaut werden können.

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