MIT KALTER NADEL
Der Waliser Robin Edwards alias R. Seiliog ist das beste Beispiel dafür, dass man die Einflüsse der Elterngeneration manchmal einfach zulassen sollte.
Von Lasse Nehren
Schräger Typ, dieser Robin Edwards: "Es kommt wohl von meinem Klangkunst-Studium, dass ich abstrakter Musik wie der Musique concrète sehr zugeneigt bin: dem ganzen Konzept, einen Klang als das zu verwenden, was er ist", erzählt er und konkretisiert: "Es kommt schon mal vor, dass ich, anstatt Hi-Hats einzuspielen, den Sound von Metallklingen aufnehme." Nach zwei gelobten EPs veröffentlicht der Waliser als R. Seiliog mit "In Hz" nun sein Debütalbum, und es ist ganz erstaunlich, welche Zartheit in den rasanten Experimentalflügen durch die Vergangenheit von wuchtigem Techno, 90er-Jahre-House und Krautrock steckt. "Es gab keine Entscheidung dazu, meine Musik zugänglich zu machen - sie ist es wohl einfach aufgrund meiner Vergangenheit", sagt Edwards. Und im Stillen dankt man jenem Vater eines Freundes, der dem 14-jährigen Edwards damals seine erste Can-Platte zugesteckt hat ...








