POP AUF NAURU
Eine Ausstellung zeigt Pop Art aus Deutschland. Kann man machen. Aber warum?
Von Falk Schreiber
Ach ja, Pop Art. Ist ja schon ein wenig sehr durchgekaut, durch alle Museen: Trivialisierung der Kunst, Subversion durch Affirmation, Warhol, Warhol, Lichtenstein, Warhol, Hockney, Warhol. Hat man gesehen, kann man, um ehrlich zu sein, auch nicht mehr sehen. Es sei denn, man sucht einen ganz neuen Blick aufs Genre. Ein neuer Blick, der allerdings nicht gerade durch Originalität besticht, ist der: Man ordnet Pop Art nach Herkunft der Künstler. Die Frankfurter Schirn zeigt vom 6. 11. bis 8. 1. "German Pop", also Pop Art aus Deutschland, was nur solange eine Überraschung ist, solange man das Klischee wiederholt, dass die Deutschen das popfeindlichste Volk überhaupt seien. Zu sehen sind dann allerdings ganz spannende Positionen, unter anderem von Sigmar Polke, Wolf Vostell und Reinhold Heller (dessen 1968er-Arbeit "Auto" wir abbilden). Und demnächst besuchen wir dann Ausstellungen zu "Pop Art in Georgien", "Pop Art in Andorra" und schließlich "Pop Art auf Nauru".


