Foto Kraftwerk - MEISTER DES VERSCHWINDENS
Foto: Peter Boettcher/Kraftwerk/Sprüth Magers
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MEISTER DES VERSCHWINDENS

Kraftwerk sind im Januar in der Berliner Nationalgalerie. Was machen die da?

Von Falk Schreiber

Kraftwerk waren mal eine Band. Dann waren sie irgendwann Prototypen der digitalen Revolution. Dann Theoriethema. Und seit ein paar Jahren sind sie fast ausschließlich: Kunst. Weswegen sie vom 6. bis 13. Januar auch konsequent im Kunstkontext auftreten. Da findet in der Neuen Nationalgalerie Berlin die 3-D-Konzertreihe "Der Katalog - 1 2 3 4 5 6 7 8" statt. Alle acht regulären Werke, die die Düsseldorfer Elektronik-Krautrock-Techno-Wasauchimmer-Pioniere in 44 Jahren Bandgeschichte aufgenommen haben. Eher als visuelles denn als akustisches Event, aber eben nicht nur. Und hinterher schließt die Neue Nationalgalerie, für eine lange Renovierungszeit. Was ebenfalls zu Kraftwerk passt, die Düsseldorfer sind ja nicht zuletzt: Meister des Verschwindens. Erst verschwanden die Musiker hinter ihren digitalen Abbildern, dann verschwand die Musik aus ihrer Performance, dann die Performance. Und schließlich verschwindet auch die Konzertlocation.