ARBEITS LOS
Ist das Kunst, oder ist das, öh - Arbeit? Eine Ausstellung und eine Konferenz in Berlin.
Von Falk Schreiber
"Arbeit nervt!" sangen Deichkind. "Arbeit ist das halbe Leben - die andere Hälfte ist mir lieber" klebte als Sticker auf dem alten Daimler meines Nachbarn. "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" wusste Karl Valentin. Arbeit ist eine zentrale Kategorie für unsere Weltsicht - und das Berliner Haus der Kulturen der Welt nimmt das zum Anlass für einen Themenschwerpunkt "Eine Einstellung zur Arbeit": Die Basis sind rund 100 Kurzfilme von Antje Ehrmann und dem jüngst gestorbenen Harun Farocki, die international das Thema Arbeitswelt beleuchten (unsere Abbildung zeigt "Beton, Rio de Janeiro 2012"). Und weil man den Kuratoren nicht vorwerfen soll, dass sie ihre Arbeit (haha!) nicht ernst nehmen, ist das großformatige Thema zweigeteilt: Auf eine Konferenz (26.-28. 2.) folgt eine Ausstellung (bis 6. 3.)


