... UND STETS DAS BÖSE SCHAFFT
Nicht nur aus Skandinavien kommen gute eurpäische Serien. Italien z. B. ist der Experte für Korruption, organisiertes Verbrechen und den kollabierenden Staat. Jetzt kommt die Serie "1992" bei uns ins Fernsehen.
Von Jürgen Wittner
Als beim Sozialisten Mario Chiesa zu Hause die Lira-Scheine das Klo wieder hochkommen, ist das Ende der Ersten Republik Italiens da. Die italienische Presse beginnt Mailand nur noch Tangentopoli zu nennen, Stadt der Schmiergeldzahlungen. Wir haben das Jahr 1992, und Staatsanwalt Antonio Di Pietro startet die Untersuchung Mani pulite. Am Ende hat er nicht nur einen Korruptionsskandal ohnegleichen offengelegt, sondern auch eine alte Weisheit bestätigt, wonach nichts Besseres nachfolgt: Aus der Asche der Ersten Republik stieg Silvio Berlusconi. Sky Italia hat aus diesem Stoff eine düstere Serie gedreht. "1992" (nach einer Idee des Schauspielers Stefano Accorsi, der auch mitspielt) arbeitet sich am Trauma Italiens ab, ohne den Italienern auch nur ein bisschen Trost anzubieten, dafür aber beste TV-Kunst. Jetzt ist "1992" auf Sky zu sehen.
"1992" ab 17. 7. um 21 Uhr auf Sky Atlantic HD, außerdem auf Sky Go, Sky Online und Sky Anytime auf Abruf


