Henryk Górecki: Symphony No. 9 (Symphony of sorrowful Songs)

Mitschnitt vom 29. November 2014 im The National Opera Grand Theatre in Warschau: Portishead-Sängerin Beth Gibbons und das Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks kooperieren für „Henry Górecki: Symphony No. 9 (Symphony of sorrowful Songs)“

Die Musikredaktion ist sich eigentlich nur in einer einzigen Sache einig: Ohne Musik geht es nicht. Aber schon bei der Frage, welche Musik es denn bitte sein soll, fliegen (manchmal) die Fetzen. Zumindest, wenn Verena, Carsten und Mitja sowie ein monatlich wechselnder Gasthörer sich zum Plattenchat treffen …

BETH GIBBONS AND THE POLISH SYMPHONY ORCHESTRA

Henryk Górecki: Symphony No. 3 (Symphony of sorrowful Songs)

Gemma: Ich bin dieser unerwarteten Kollaboration schon verfallen, bevor ich die Platte überhaupt gehört habe. Beth Gibbons zählt zu meinen absoluten Lieblingsmusikerinnen, und es ist wahnsinnig inspirierend, ihre einzigartige und ausdrucksstarke Stimme mit dieser anderen, wohl auch raueren Performance zu erleben. Schon beim ersten Hören habe ich die Aufnahme geliebt, und ich kann es kaum erwarten, den Raum zu verdunkeln und mich ihr intensiver hinzugeben.

Verena: Ich kann Gemma nur Recht geben. Als Portishead-Stimme ist Beth Gibbons unvergleichlich – ich mag aber ihr 2002 erschienenes Soloalbum noch lieber. Da kann auch die Kooperation mit dem polnischen Radioorchester nicht ganz mithalten. Beeindruckend finde ich es trotzdem, aber das Licht darf gerne anbleiben.

Mitja: Ich hab mir auch gedacht, dass das sicherlich eine spannende Horizonterweiterung für alle Portishead-Fans ist. Allerdings war die Liveperformance sicher noch beeindruckender als die Platte. Aber mir gefällt, wie sich heute viele Musikerinnen von Beth Gibbons bis hin zu Technogrößen an Klassik-Experimenten versuchen.

Carsten: Das ist mir jetzt ein bisschen zu abstrakt, Mitja. Sollte ich mich irgendwann dazu entschließen, mir die Pulsadern aufzuschneiden, werde ich dazu diese Platte auflegen.

 

 

VERENA REYGERS

mochte diese Chatauswahl eigentlich ganz gerne – bis Kollege Mitja kam und die guten Dinge scheiße und die schlechten Sachen geil findet. Eins ist klar: Wenn der nächste Hypnobirthingkurs ansteht, muss Mitja alleine hecheln.

MITJA STEFFENS

hat bei dieser Chatrunde schon vorab befürchtet, dass er sich mit seinen Favoriten bei den werten Kollegen auf dünnes Eis begibt. Aber wär ja noch schöner, wenn man sich von den Anstrengungen beim Hypnobirthingkurs die Meinung verbiegen lässt!

CARSTEN SCHRADER

freut sich über die stärkste Chatrunde seit Monaten. Trotz Seepferdchen will er aber nicht zum Hypnobirthingkurs und treibt lieber ab, um das gesparte Geld auf seinem Sugardaddy-Konto einzuzahlen.

Foto: Elisabeth Graf Gatterburg

GASTHÖRERIN

GEMMA RAY

hat mit „Psychogeology“ gerade ein autobiografisches Album veröffentlicht, auf dem die in Berlin lebende Songwriterin aus Essex bittersüßen Pop, Country und Noir-artige Demut zusammenbringt. Mit den neuen Songs gastiert sie nicht nur am 27. 4. beim Hanse Festival in Stade, sondern spielt am 5. Mai auch ein Konzert in der Berliner Volksbühne, für das sie sich ein paar Überraschungen überlegt hat.

Beth Gibbons • Album

Künstler: Beth Gibbons
Titel: Henryk Górecki: Symphony No. 3 (Symphony of sorrowful Songs)
Label: Domino
VÖ: 29.03.2019

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