Das Debütalbum der Black Pumas im Plattenchat

Auflegen oder aufregen? Die Musikredaktion hat sich mal wieder die Köpfe heißgeredet. Dieses Mal geht es um das Debütalbum der Black Pumas.

Die Musikredaktion ist sich eigentlich nur in einer einzigen Sache einig: Ohne Musik geht es nicht. Aber schon bei der Frage, welche Musik es denn bitte sein soll, fliegen (manchmal) die Fetzen. Zumindest, wenn Verena, Carsten und Mitja sowie ein monatlich wechselnder Gasthörer sich zum Plattenchat treffen … dieses Mal geht es um das selbsbetitelte Debütalbum der Black Pumas.

BLACK PUMAS

Black Pumas

Enno: Hat sich jetzt schon für mich gelohnt, dass ich hier dabei bin. Wahnsinnsband. Mag den 60er-Vibe. Bester Soul. Liebe „Colors“. Geh ich total ab drauf. Bekomm gerade wieder Bock auf Bigband-Jamsessions. Wer zurecht Michael Kiwanuka abgefeiert hat, wird diese Band mögen. Für mich die beste dieser sechs Platten, hab ich mir gerade direkt bestellt.

Mitja: Bin ebenso begeistert. Hatte ich doch eigentlich damit gerechnet, dass ich in dieser Runde vor allem Kate Tempest und Cassius meine Aufmerksamkeit bekommen, ziehen die Black Pumas mit ihrem vor gekonntem Funk und Soul strotzenden Debüt in Sachen Hördauer ganz locker an ihnen vorbei. Schwingt ihr mit mir die Hüften?

Verena: Ne, Mitja, schwing mal alleine. Denn auch wenn alle diesen 27-jährigen Eric Burton zum Newcomer des Jahres hypen, mehr als gut gemachter Retrosoul ist das für mich nicht.

Carsten: Ich bleibe bei Verena in der Chillinger-Ecke. Diese Platte bietet schon sehr viele, durchaus innovative Hits und wird zu recht sehr erfolgreich werden. Aber es ist irgendwie einfach nicht mein Sound.

VERENA REYGERS

schiebt die miese Chatrunde jetzt einfach mal auf das anstehende Sommerloch. Wobei da immerhin das ganz fantastische Debütalbum von IDER wartet. Und nächtliches Hauswandboxen mit Kate Tempest im Ohr ist ohnehin gesetzt.

MITJA STEFFENS

tanzt mit den Black Pumas vergnügt durch das Sommerloch. Sollte doch mal Trübsal anstehen, darf Kate Tempest ihn weiter hineintreiben, bevor Stereo Total wieder alles vergessen machen. Dazu wird einfach „Ich bin cool” mit Blick in den Spiegel gesungen.

CARSTEN SCHRADER

kann bislang kein Sommerloch ausmachen und kommt bereits mit den Vorbereitungen für den Herbst ins Schleudern: Einerseits kämmt er sich ohne Unterlass für das angekündigte zweite Whitney-Album. Andererseits weiß er, dass die neue Platte von Girl Band ihm ohnehin die Frisur ruinieren wird.

GASTHÖRER

ENNO BUNGER

ist von sich selbst genervt, weil er sich beim Kommentieren der Musik wie in Oli Geissens Chartshow eingeblendet sieht. Er sagt: Lest nicht mein Gesülze, und hört die Platten am besten selbst. Wir sagen: Hört vor allem Ennos neues Album „Was berührt, das bleibt“, das am 26. Juli erscheint und mit dem er im Oktober auch auf große Tour geht.

Das Album „Black Pumas“ könnt ihr hier bei Amazon vorbestellen.

Wer mehr vom Plattenchat will, kann mit unserer Besprechung von Kate Tempests „The Book of Traps and Lessons“ seinen Spaß haben.

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