Die Stille vor dem Ton

Henning Fuchs war an der Grenze seiner Belastbarkeit. Jetzt massiert der Pianist die Nerven der Zuhörer.

In seinen Kompositionen schlägt der Komponist Henning Fuchs eine Brücke zwischen alt und neu, indem er kammermusikalische Besetzungen mit elektronischen Elementen, Field-Recordings und einem zeitgemäßen Sounddesign verbindet. Nach neun Jahren erscheint mit „A new Beginning“ nun ein neues Album des aus der Eifel stammenden und nun in Berlin lebenden Komponisten. Der von Fuchs proklamierte Neuanfang im Titel des Albums wirkt schon wegen dieser langen Veröffentlichungspause passend, spiegelt sich aber auch konzeptionell in den Kompositionen wieder. „Ich habe die Einsamkeit und die Stille der Natur gesucht, um mich auf den Neubeginn vorzubereiten“, sagt Fuchs rückblickend über die Entstehung seines Albums. Die Stücke auf „A new Beginning“ zeichnen dieses Gefühl nach, indem sie sich wie Gedanken langsam aus der Stille heraus entfalten und vereinzelt als thematische Ideen entwickeln.

Nach und nach verdichten sich die Kompositionen in einer Weise, dass sie in jeder ihrer Bewegungen einem Moment auf der Kinoleinwand nachzuspüren scheinen. Der Vergleich mit der Filmmusik ist bei Fuchs naheliegend: Von 2008 bis 2012 studierte er an der renommierten Filmuniversität Konrad Wolf in Potsdam, komponierte für das Filmorchester Babelsberg und arbeitete anschließend gemeinsam mit anderen Komponisten an der Musik zu Filmen wie Wim Winders „Everything will be fine“ und Ai Weiweis „Human Flow“. Zeitgleich arbeitete Fuchs mit Max Richter zusammen und assistierte ihm bei der Entwicklung von Instrumental-, Tanz- und Filmmusiken. Die Intensität all dieser Kooperationen ging nicht spurlos an Fuchs vorbei: Während der Zusammenarbeit mit Max Richter stieß er zunehmend an die Grenzen seiner nervlichen Belastbarkeit. Man hat Fuchs zur Meditation geraten – was er fand, war die Stille.

„A new Beginning“ könnt ihr hier bei Amazon bestellen.

Die Stille vor dem Ton • Listening

Verteilt über den letzten Monat hat die norwegische Jazzband Lassen Remixes der Stücke von ihrem Album „Eventyr“ veröffentlicht. Heute erscheinen sie gesammelt als Album. Mit dabei sind auch zwei Bonustracks von Anja Lauvdal und Kim Dürbeck.

Lassen: Remix-Eventyr erscheint heute als Album – inkl. zweier Bonustracks

The Dead Sound veröffentlichen ihre neue Single „No Tomorrow“

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Bendik Baksaas interpretiert „You Should Have Been There“ von Lassens Album „Eventyr“

Lassen: „You Should Have Been There“ | Eventyr Remix No 3 | Bendik Baksaas

Lassens „Lila Eule“ wird von Finn Grythe neu interepretiert.

Lassen: „Lila Eule“ | Eventyr-Remix No 2 | Finn Grythe

Sebastian veröffentlicht neue Single „Run for me“. Das neue Album erscheint im Herbst.

SebastiAn: Neue Single „Run for me“

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Die norwegische Jazzband Lassen lässt die Songs ihres Albums „Eventyr“ neu interpretieren. Nun geht es in Runde drei. Nachdem Lassens „Lila Eule“ letzte Woche von Finn Grythe überarbeitet wurde, interpretiert Billy Meier nun das Stück „You should have been there“.

LASSEN: „YOU SHOULD HAVE BEEN THERE“ | EVENTYR REMIX NO 4 | Billy Meier

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Two Door Cinema Club spielen vor Veröffentlichung ihres neuen Album „False Alarm“ am 10. Juni eine exklusive Show im Berliner Lido. Wir verlosen Gästelistenplätze.

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