Contemporary Music

Do the Get Along

Auflegen oder aufregen? Die Musikredaktion hat sich mal wieder die Köpfe heißgeredet, diesmal über Holly Golightly …

Die Musikredaktion ist sich eigentlich nur in einer einzigen Sache einig: Ohne Musik geht es nicht. Aber schon bei der Frage, welche Musik es denn bitte sein soll, fliegen (manchmal) die Fetzen. Zumindest, wenn Carsten, Michael und Mitja sowie ein monatlich wechselnder Gasthörer sich zum Plattenchat treffen …

 

Holly Goligthly

Do the Get Along

Jakob: Vom ersten Schlag an toll und interessant. Wünsche mir mehr Platten, die bei mir so intensive Gefühle erzeugen. Hätte ich diese Platte im Walkman, während ich im Treibsand versinke, sähe ich cool dabei aus.

Mitja: Die klassische Rockattitüde der Golightly strahlt schon verdammt viel Coolness aus. Mit Songs wie „Satan is his Name” ist sie sogar auf Augenhöhe mit James Bond. Nicht nur im Treibsand, sondern auch auf der Jagd nach Bösewichten sieht man mit diesem Soundtrack cool aus.

Michael: Wie auch bei Mocky habe ich hier schlicht Übertragunsprobleme: Ist einfach zu wenig meine Musik. Klingt mir zu alt und zu harmlos, und mir fällt nichts dazu ein, außer „Wer’s mag, wird es mögen“ – deshalb übergebe ich direkt an Carsten, in der Hoffnung, dass das auf ihn zutrifft und er noch ein paar kompetentere Worte in der Hinterhand hat.

Carsten: Hatte gehofft, dass sie mit ihrem ersten Band-Album seit Ewigkeiten vielleicht zum Punk der alten Tage zurückkehrt. Wieder ein Weihnachtsgeschenk, da Americana und Blues auch nicht meine Teetasse sind. Bekommt die Barfrau aus der Koralle, die ich immer viel cooler finde als die Musik, die sie auflegt.

Wer hat mitdiskutiert?

MICHAEL S. BENDIX

findet sein Glück – mit mindestens einer Ausnahme! – Im November eher wieder außerhalb des Chats: auf dem Beach-House-Konzert, im Kino bei „Suspiria“ oder in Joey Purps Album „Quarterthing“, dem vielleicht besten HipHop-Debüt des Jahres.

MITJA STEFFENS

findet in diesem Monat an vielen Platten Gefallen – und dann aber doch sofort wieder ein Haar in der Soundsuppe. Macht ja nix, mittlerweile definiert er es als seine Kernkompetenz, sofort loszublöken und das dann von den anderen ausbaden zu lassen.

CARSTEN SCHRADER

wägt gerade ab, ob er für die Liebe nach Bonn umziehen würde. Vielleicht ist ein Standortwechsel aber auch aus musikalischen Gründen denkbar? Mit Tom Krell wäre eine WG in L.A. durchaus vorstellbar, und Mocky könnte er dann ja auf einen Veggieburger treffen.

GASTHÖRER

JAKOB GROOTHOFF

hat mit seiner Band Lafote ein paar Jahre gewartet, um jetzt endlich ein extrem aufregendes Indierock-Debüt zu veröffentlichen. Wenn „Fin“ Mitte November erscheint, geht Groothoff auch mit seinen beiden Mitstreitern auf Tour: 14. 11. Hamburg, 15. 11. Berlin, 16. 11. Bremen, 17. 11. Lüneburg

Holly Golightly • Album

Künstler: Holly Golightly
Titel: Do the Get Along
Label: Damaged Goods
VÖ: 16.11.2018

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