Juvenile Bekenntnisse

Erst 20 und schon in den Charts. Der Däne Hugo Helmig setzt mit seinem Debüt „Juvenile“ auf persönliche Reife.

uMagazine: Hugo, dein Album trägt den Titel „Juvenile“ – eine Selbstbeschreibung?

Hugo Helmig: Das Wort trifft mich tatsächlich ganz gut. Es beschreibt jemanden, der jung und ein bisschen orientierungslos ist – der aber langsam erwachsen wird und versucht, aus seinem Leben schlau zu werden. Darum geht es auf dem Album – um all diese Seiten in mir, Liebe und Herzschmerz, gute Zeiten und schlechte.

uMagazine: Und Unsicherheit, wie in der Ballade „Pausing for Pictures“?

Hugo Helmig: Das ist einer der Schlüsselsongs des Albums. Er ist während meiner Zeit in Málaga entstanden, als ich dort die Musikschule besucht habe. Ich habe mir damals ständig den Kopf darüber zerbrochen, was andere über mich denken. Also spielte ich den Leuten etwas vor, um ihnen gefallen, fühlte mich dadurch aber nur noch kleiner. Heute weiß ich, wie wichtig es ist, man selbst zu sein.

uMagazine: Du hast sehr berühmte Eltern, dein Vater ist der Musiker Thomas Helmig, deine Mutter das ehemalige Model Renée Simonsen. Die hatten bestimmt gute Geschichten zu erzählen, oder?

Hugo Helmig: Oh ja, und einige davon habe ich zu oft gehört (lacht). Aber durch meinen Vater bin ich früh zur Musik gekommen. Ich bin ständig auf seinen Konzerten gewesen und nach der Schule oft in seinem Studio. Er hat mir viel begebracht und mir auch meine erste Gitarre geschenkt. Als ich letzten Sommer in Dänemark aufgetreten bin, erkannte ich viele der Festivals wieder – nur, dass ich dieses Mal selbst auf der Bühne gestanden habe.

Hugo Helmig • Album

Künstler: Hugo Helmig
Titel: Juvenile
Label: The Bank Music
VÖ: 01.03.2019

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