Manu Katché: „Ich brauche die Zusammenarbeit mit anderen Musikern.“

Manu Katché tourt bereits mit seinem zehnten Album „The Scope“, doch am wohlsten fühlt sich der Drummer jenseits des Rampenlichts.

kulturnews: Manu, du kennst die verschiedendsten Künstlerinnen und Künstler: von Popstars wie Sting über Jazzmusiker wie Jan Garbarek bis hin zu den aufstrebenden Indiebands, die du in deiner Show „One Shot Not“ präsentiert hast. Manu Katché müsste demnach eigentlich die am besten vernetzte Person im Musikbusiness sein, oder?

Manu Katché: Ich denke nicht, dass ich mir ein so wahnsinnig gutes Netzwerk aufgebaut habe. Klar, ich bin dadurch etwas populärer als andere Künstler meines Formats, aber das liegt natürlich auch an meiner Arbeit fürs Fernsehen.

kulturnews: Trotzdem bist du noch immer ein Musiker, den nicht alle kennen. Gefällt es dir, eher im Hintergrund zu arbeiten, statt im Rampenlicht zu stehen?

Katché: Das ist ja weniger eine Wahl als meine Leidenschaft. Ich brauche die Zusammenarbeit mit anderen Musikern. Die Grundlage meiner Kollaborationen ist die Bewunderung, die ich für die Musik von anderen hege. Wenn ich etwas mag und dann auch noch die Gelegenheit bekomme, über mein Schlagzeugspiel etwas eigenes hinzuzufügen, bin ich sofort dabei! Und ich habe auch gar nicht das Gefühl, in irgendeinem Schatten zu stehen. Bei einem klassischen Musiker ist nicht unbedingt Kreativität gefragt, damit er in einem Symphonieorchester spielen darf, sondern vielmehr, dass er Noten lesen kann und eine gute Technik hat. Wenn du aber Jazz, Pop oder Soul spielst, musst du wirklich involviert sein, Ratschläge geben, deinen Charakter einbringen.

kulturnews: Gibt dir dein Status die Freiheit, deinen Stil ständig neu zu erfinden?

Katché: Da ist schon was dran. Ich habe mir immer gesagt: Bevor ich selbst zum Bandleader werde, muss ich erst einmal sehr viel lernen – und das habe ich durch die Arbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern viele Jahre lang getan. Nicht nur, was die Musik, sondern auch, was die menschlichen Komponenten betrifft: Wie geht man mit den Menschen um, die für einen arbeiten? Und wie bekommt man von ihnen das, was die Band braucht?

Im Mai kommt Manu Katché für fünf Konzerte nach Deutschland. Tickets für die Events gibt es bei eventim. 

Manu Katché: „Ich brauche die Zusammenarbeit mit anderen Musikern.“ • Listening

Verteilt über den letzten Monat hat die norwegische Jazzband Lassen Remixes der Stücke von ihrem Album „Eventyr“ veröffentlicht. Heute erscheinen sie gesammelt als Album. Mit dabei sind auch zwei Bonustracks von Anja Lauvdal und Kim Dürbeck.

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