Siku

Bei diesem DJ trifft ecuadorische Folklore auf westliche Clubkultur …

Dum-da-dumdum, dum-da-dumdum – haben auch Sie die Nase voll von diesem Reggaeton-Beat? Wer als Mainstream-Pop-Verdorbener „Hacia delante“ hört, könnte zum Weiterskippen verleitet werden. Tun Sie es nicht! Denn hier wird der Rhythmus rein akustisch erzeugt und verweist somit auf den Ursprung dieses aktuell so nervtötenden Musters: Cumbia, kolumbianische Tanzmusik afrikanischen Ursprungs. Das neue Album des ecuadorianischen DJs Nicola Cruz fusioniert jahrhundertealte südamerikanische Folklore und westliche Clubkultur. Den Sound von „Siku“ nennt er selbst „Andes Step“. Betitelt nach einem bei indigenen Ritualen essentiellen Holzblasinstrument, wechseln sich hier sanfter Brazil-Samba („Criançada“) und trockene Dancefloor-Sounds („Siete“) ab. In „Voz de las Montañas“ dominieren geisterhaft entrückte Anden-Gesänge. Flöten, Trommeln, Balafon: Selten hat man ein so homogenes, und doch von so unterschiedlichen Instrumenten durchzogenes Slow-House-Set gehört. Das man auch trefflich zum Mate-Tee auf dem Sofa genießen kann. jp

Nicola Cruz • Album

Künstler: Nicola Cruz
Titel: Siku
Label: Zzk
VÖ: 25.01.2019

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