Miss Universe

Auflegen oder aufregen? Die Musikredaktion hat sich mal wieder die Köpfe heißgeredet, diesmal über Nilüfer Yanya …

Die Musikredaktion ist sich eigentlich nur in einer einzigen Sache einig: Ohne Musik geht es nicht. Aber schon bei der Frage, welche Musik es denn bitte sein soll, fliegen (manchmal) die Fetzen. Zumindest, wenn Verena, Carsten und Mitja sowie ein monatlich wechselnder Gasthörer sich zum Plattenchat treffen …

NILÜFER YANYA

Miss Universe

 

Gemma: Mir gefällt ihre Stimme und wie sie mit einem regionalen Akzent singt, ohne dass es gekünstelt klingt. Außerdem ist es ziemlich cool, dass eine so junge Musikerin derart ambitioniert mit der Gitarre, mit Jazzbezügen und auch mit Freiräumen experimentiert. Nilüfer Yanya hat einen ganz und gar eigenen Sound, und ich kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu hören. Man spürt, wie sehr sie selbst diese musikalischen Entdeckungsreisen liebt.

Mitja: Seit den ersten EPs freue ich mich auf dieses Debütalbum – und wurde nicht enttäuscht. Jetzt hoffe ich, dass möglichst viele Festivals diese eigenständige, unangepasste Musikerin buchen.

Carsten: Es macht sich bezahlt, dass sie sich so viel Zeit gelassen hat, obwohl sie ja schon auf jeder Watchlist für 2018 zu finden war. Der Vergleich ist nicht besonders originell und musikalisch hinkt er auch ein wenig, trotzdem bin ich ähnlich euphorisch wie damals, als das Debüt von King Krule erschienen ist.

Verena: Ich bin auch extrem angetan. Scheint, als habe es sich für die Engländerin gelohnt, in dem Probenraum aufzunehmen, in dem sie schon immer mit ihrem Onkel gejammt hat. Gewitzte und intuitive Improvisation zwischen HipHop, Indierock und Soul – mit extrem eigener Handschrift.

 

 

VERENA REYGERS

mochte diese Chatauswahl eigentlich ganz gerne – bis Kollege Mitja kam und die guten Dinge scheiße und die schlechten Sachen geil findet. Eins ist klar: Wenn der nächste Hypnobirthingkurs ansteht, muss Mitja alleine hecheln.

 

MITJA STEFFENS

hat bei dieser Chatrunde schon vorab befürchtet, dass er sich mit seinen Favoriten bei den werten Kollegen auf dünnes Eis begibt. Aber wär ja noch schöner, wenn man sich von den Anstrengungen beim Hypnobirthingkurs die Meinung verbiegen lässt!

 

CARSTEN SCHRADER

freut sich über die stärkste Chatrunde seit Monaten. Trotz Seepferdchen will er aber nicht zum Hypnobirthingkurs und treibt lieber ab, um das gesparte Geld auf seinem Sugardaddy-Konto einzuzahlen.

 

GASTHÖRERIN

GEMMA RAY

hat mit „Psychogeology“ gerade ein autobiografisches Album veröffentlicht, auf dem die in Berlin lebende Songwriterin aus Essex bittersüßen Pop, Country und Noir-artige Demut zusammenbringt. Mit den neuen Songs gastiert sie nicht nur am 27. 4. beim Hanse Festival in Stade, sondern spielt am 5. Mai auch ein Konzert in der Berliner Volksbühne, für das sie sich ein paar Überraschungen überlegt hat.

Nilüfer Yanya • Album

Künstler: Nilüfer Yanya
Titel: Miss Universe
Label: Ato
VÖ: 22.03.2019

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