Birthplace

Liebeskummer anyone? Novo Amor tröstet mit einem Mix aus Folk und sanfter Elektronik.

Justin Vernon alias Bon Iver war einst angetreten, um Folkmusik für all diejenigen zu machen, denen Singer/Songwriter zu langweilig sind. Unter diesen anspruchsvollen Folkfans soll es nun tatsächlich aber auch welche geben, denen die zerhäckselte Elektronik des letzten Bon-Iver-Albums „22, a Million“ dann doch zu abgedreht gewesen ist – und genau hier kommt Ali John Meredith-Lacey alias Novo Amor ins Spiel. Der Waliser ist nach zwei EPs, zahlreichen Kollaborationen mit Ed Tullet und vor allem einer großartigen Coverversion von Guns’n’Roses’ „Welcome to the Jungle“ zwar kein Unbekannter mehr, doch erst jetzt hat er sein Solodebüt zusammen. Mit „Birthplace“ beweist Meredith-Lacey, dass er Produzent und Sounddesigner genug ist, um mit akustischen Instrumenten, Streichern und sanfter Elektronik spannende Arrangements zu bauen, den Zugang zu seinen herzerweichenden Songs aber eben auch nicht mit zu viel Innovation zu verstellen. Kompositionen wie der Titelsong oder „Oh, Round Lake“ ermutigen zu Neuanfängen, und der Überhit „Sleepless“ kann sogar Folkpuristen in einer durchwachten Nacht trösten. cs

 

Novo Amor • Album

Künstler: Novo Amor
Titel: Birthplace
Label: All Points
VÖ: 19.10.2018

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