Jungle Run

Auf „Jungle Run“ vermengen Nubiyan Twist alles, was ihnen gefällt – seien es Soul, R‘n’B, afrikanische Einflüsse oder HipHop.

Am Anfang war es nur eine Frisur: In einer Radioshow sprach Lauryn Hill vom „Nubiyan Twist“. Nubiya Brandon, Sängerin und MC aus Nordengland, gefiel der Begriff, den ihr US-Vorbild da ins Spiel brachte. Bald trug Brandons mal zehn-, mal zwölfköpfige Band, die sich am Musikcollege in Leeds fand, den Namen. Nubiyan Twist sind nah am Zeitgeist einer Jugendkultur, der es wurscht ist, ob ein Sound 40 oder vier Jahre alt ist: Sie vermengen auf „Jungle Run“ alles, was ihnen gefällt – seien es Soul, R’n’B, afrikanische Einflüsse oder HipHop. Und hört man da so etwas wie entschleunigten Drum’n’Bass im Titelsong? „Basa Basa“ ist lupenreiner Afrobeat, in dem kurz ein jazziges Sax-Solo aufblitzt, das latinlastige „Borders“ bietet seelenvollen portugiesischen Gesang vom brasilianischen Perkussionisten der Band. Wundersamerweise geht dieser lässige, energische, zuweilen hyperaktive Mix famos auf. Das Sahnehäubchen sind die illustren Gäste: der sensationelle Drummer Tony Allen und die Vibraphon-Legende Mulatu Astatke. jp

 

Nubiyan Twist • Album

Künstler: Nubiyan Twist
Titel: Jungle Run
Label: Strut
VÖ: 15.02.2019

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