Inferno

Etikettenschwindel der guten Art.

Der Titel von Robert Forsters siebtem Soloalbum legt eine falsche Fährte: Wer bis jetzt noch nicht mitbekommen hat, dass sich der Australier sowohl als die eine Hälfte von The Go-Betweens und nach dem tragischen Tod seines musikalischen Partners Grant McLennan auch im Alleingang als einer der weltbesten Songwriter empfohlen hat, der bekommt das hier nicht mit dem Holzhammer eingeprügelt. Das in Berlin mit Produzent Victor Van Vugt eingespielte „Inferno“ taugt eher, um bereits Eingeweihten den Sonntag mit so intelligenten wie unaufdringlichen Kompositionen zu veredeln: Der sanfte Groove von „Life has turned a Page“ hilft, den Tag trotz allem Ungemach mit einem Lächeln zu beginnen, mit dem Titelsong verneigt sich Forster vor The Velvet Undergrounds „Waiting for my Man“ und „Jean Genie“ von David Bowie, während „Remain“ mit vielen Filmbezügen ins New York der 70er abtaucht. Und spätestens wenn zum Finale bei „One Bird in the Sky“ die Geige einsetzt, sollte dann der Rotwein entkorkt werden. cs

 

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Robert Forster • Album

Künstler: Robert Forster
Titel: Inferno
Label: Tapete
VÖ: 01.03.2019

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