Contemporary Music

The Jeremy Days

Britpop … kommt machmal nicht nur aus Hamburg, sondern nach über 20 Jahren in der Versenkung auch dahin zurück!

Britpop, könnte man meinen, muss aus Großbritannien kommen. Doch diese These wurde schon Ende der Achtziger widerlegt: Als nämlich The Jeremy Days auf der Bildfläche erschienen sind. Mit anspruchsvollen, englischen Texten und synthiegestützen Gitarrenrhythmen standen sie englischen Kollegen wie den Smiths in nichts nach – obwohl sie aus Hamburg kamen. Doch bekanntlich wußten schon die Beatles, dass aus dieser Stadt musikalisch Einiges zu holen ist. Und so haben The Jeremy Days um Sänger Dirk Darmstaedter, Gitarrist Jörn Heilbut, Keyboarder Louis C. Oberlander, Bassist Christoph Kaiser und Drummer Stefan Rager zwischen 1988 und 1995 fünf der zugleich tiefsten und ohrwurmtauglichsten Alben Deutschlands aufgenommen. Das blieb im Rest Europas natürlich nicht unbemerkt, bloß sahen die Jeremy Days ihre Tage irgendwann gezählt und blieben lieber auf anderen Ebenen Trendsetter:  Darmstaedter etwa hat das ikonische Indielabel tapete records gegründet, und Heilbut gehört heute das Hamburger Studio Hafenklang – genau dort haben früher die „J’Days“ selbst geprobt. Mit der geballten Erfahrung vieler Jahrzehnte finden die Veteranen, bis auf Kaiser, nun wieder zusammen. Und bleiben ihrer Heimatstadt treu – bei ihrem Konzert im Docks, nur ein paar Meter vom alten Studio, spielen sie einmal mehr die alten Hits. Britpop ist nämlich nicht tot … nur im Exil.

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