Denise Mina: Schotten halten dicht

Denise Mina ist bekannt für ihre düsteren Glasgow-Noirs. Doch diesmal führt sie Detektivin Alex Morrow an einen Ort, wo noch tiefere menschliche Abgründe lauern.

Sie stirbt wie ein Fisch, der als Beifang im Netz gelandet ist. Nach einem Stockschlag auf den Kopf wird sie von einem Boot ins Wasser des Loch Lomond geworfen. Wee Paul wollte es so, Iain erledigt das. Gleich mit dem ersten Kapitel hat uns die schottische Krimiautorin Denise Mina erneut am Haken. Alles wieder da: dieser Sound, das Nebulöse, das über den Ereignissen und den Worten liegt. Wir werden Tatzeugen, verstehen aber wenig. So wie Detective Alex Morrow und ihr Team, die in Glasgow Überwachungsvideos auswerten. Sie suchen Roxanna Fuentecilla, die vor zwei Monaten von London nach Glasgow gezogen ist. Seit Wochen haben sie die Spanierin wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel überwacht, doch jetzt ist sie plötzlich verschwunden und hat ihre Kinder einfach alleine gelassen. Und dann treibt auch noch diese tote Frau im Loch Lomond: Es ist nicht Roxanna, so viel ist zumindest schnell klar.

Langsam kommt Alex Morrow hinter die Zusammenhänge… doch da wird bereits die nächste Leiche gefunden.

Morrow und McGrain versuchen, in der verschlafenen Küstenstadt Helensburgh Hinweise auf die Tote zu finden. Hier sieht Schottland aus wie auf Postkarten. Jeder kennt jeden, jeder zweite Laden ist ein Charityshop, und Boyd Fraser ist mit seinem neuen Biocafé fast so was wie ein Exot. Doch hinter idyllischen Backsteinmauern und gepflegten Hecken hat hier anscheinend jeder etwas zu verbergen. Was plant die mysteriöse Mrs. Grierson, die nach 20 Jahren nach Helensburgh zurückkehrt und den Kontakt zu Fraser sucht? Langsam kommt Alex Morrow hinter die Zusammenhänge zwischen Roxanna und der Toten im Loch Lomond, doch da wird bereits die nächste Leiche gefunden …

Neben Ian Rankin, Val McDermid, Louise Welsh und William McIlvanney ist Denise Mina die bekannteste Vertreterin des Tartan Noir, der sich in den 70er-Jahren entwickelt hat. Und auch im fünften Roman ihrer Alex-Morrow-Serie führt sie uns wieder gnadenlos in eine raffiniert verwickelte, düstere Geschichte, deren Auslöser Wirtschaftsbetrug und Geldwäsche sind, aber vor allem zwischen den Zeilen viel über die Realitäten in einer schottischen Kleinstadt erzählt. Und die haben mit Postkarten-Romantik so rein gar nichts zu tun.

Denise Mina „Blut Salz Wasser“ ist im Ariadne Verlag erschienen.

Denise Mina: Schotten halten dicht • Listening

Verteilt über den letzten Monat hat die norwegische Jazzband Lassen Remixes der Stücke von ihrem Album „Eventyr“ veröffentlicht. Heute erscheinen sie gesammelt als Album. Mit dabei sind auch zwei Bonustracks von Anja Lauvdal und Kim Dürbeck.

Lassen: Remix-Eventyr erscheint heute als Album – inkl. zweier Bonustracks

The Dead Sound veröffentlichen ihre neue Single „No Tomorrow“

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Bendik Baksaas interpretiert „You Should Have Been There“ von Lassens Album „Eventyr“

Lassen: „You Should Have Been There“ | Eventyr Remix No 3 | Bendik Baksaas

Lassens „Lila Eule“ wird von Finn Grythe neu interepretiert.

Lassen: „Lila Eule“ | Eventyr-Remix No 2 | Finn Grythe

Sebastian veröffentlicht neue Single „Run for me“. Das neue Album erscheint im Herbst.

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Die norwegische Jazzband Lassen lässt die Songs ihres Albums „Eventyr“ neu interpretieren. Nun geht es in Runde drei. Nachdem Lassens „Lila Eule“ letzte Woche von Finn Grythe überarbeitet wurde, interpretiert Billy Meier nun das Stück „You should have been there“.

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Krach & Getöse – Die fünf Sieger*innen dieses Jahres

Two Door Cinema Club spielen vor Veröffentlichung ihres neuen Album „False Alarm“ am 10. Juni eine exklusive Show im Berliner Lido. Wir verlosen Gästelistenplätze.

Gewinnspiel: Mit kulturselektor auf die Gästeliste von Two Door Cinema Club in Berlin

Das neue The Tallest Man On Earth Album wird ab dem 28.06. auch auf Platte verfügbar sein

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Amyl And The Sniffers veröffentlichen ihr Debüt auf Rough Trade

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Shalosh machen Jazz, der sich dem Elitarismus verweigert. Das Album „Onwards and Upwards“ erscheint im Juni.

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Manu Katché: „Ich brauche die Zusammenarbeit mit anderen Musikern.“

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