Krach & Getöse – Die fünf Sieger*innen dieses Jahres

Jedes Jahr verleiht der RockCity e.V. in Hamburg den Krach & Getöse Award an vielversprechende Nachwuchsmusiker*innen – dieses Jahr stehen wieder fünf aufregende Acts in den Startlöchern, um mit der Unterstützung des RockCity e.V. das nächste Jahr ihrer Musik zu widmen.

Der Hamburger Verband RockCity e.V. verleiht Jahr für Jahr den Krach & Getöse Award für vielversprechende Nachwuchsmusiker*innen. Dabei ist der Pokal, den Andrea Rothaug und der Rest der Jury den Musiker*innen dieses Jahr übergeben, kein hohles Idol für die heimische Vitrine: Der Krach & Getöse Award bedeutet 12 Monate maßgeschneiderte Förderung und Rückenwind für die Künstler*innen.

Der RockCity e.V. hat mit seinem Netzwerk an Coaches, Expert*innen aus der Musikbranche und fundierter Förderung durch die Behörde für Kultur & Medien und der Haspa Musik Stiftung mehr zu bieten als bloß Booking-Slots – so toll die mit potenziellen Slots im Line-up des Dockville, Lunatic und Reeperbahn Festivals auch sein mögen. Der Krach & Getöse Award soll eine Brücke bilden, von der Idee bis in die Musikbranche.

Davon können schon Teile der Jury ein Lied singen: Ole Specht gewann als Sänger der Band Tonbandgerät selbst den Krach & Getöse Award 2010. Zu den Finalist*innen aus vergangenen Jahren zählen auch Fuck Art, Let’s Dance!, Tellavision, Ilgen-Nur und Haiyti.

Dieses Jahr hat sich die Jury – neben Ole Specht auch allesamt namhafte Persönlichkeiten wie Malonda, Mark Tavassol (Wir Sind Helden, Gloria), Tobias Künzel (Die Prinzen), Leslie Clio, Namika und Moses Schneider – wieder fünf wahnsinnig talentierten Newcomern angenommen:

Summer & The GIANTESS spielen rätselhaften, versponnenen Alternativerock, in dem verzerrte Industrial-Gewitter mit New Wave flirten. Das Trio entzieht sich leitenden Riffs und Motiven und kredenzt stattdessen hintergründige Musik, die sich nicht beim ersten Hören erschließt, aber einen dann voll und ganz vereinnahmt.

Ähnlich vielschichtig spielt es sich bei Edwin Hosoomel ab – mit Loopstation und souliger Stimme verbindet er Elemente aus R’n’B, Soul und Trip-Hop zu einem eigenen Sound, der sich letztlich keinem der vielen Stilelemente verpflichtet fühlt.

SPNNNK (ausgesprochen Spunk) pfeifen mit Slogans wie „Du bist echt ferdiger als jedes Ferd“ zumindest vordergründig auf so viel Vielschichtigkeit – doch hört man genau hin, ist diese Melange aus Trash-Ästhetik, HipHop, Trap, Dancehall und Techno und dieser spitze, leichtfüßige Humor alles andere als flach. Hinter den (freilich großartigen) Slogans gibt es noch viel mehr zu entdecken.

Ina Bredehorn alias Deine Cousine trägt ihr Herz dagegen auf der Zunge. Was sie macht, ist laut und ehrlich: Ihre Texte handeln von persönlichen wie strukturellen Problemen und bieten mit treibender Rockmusik viel Identifikationsfläche. Udo Lindenberg ist bereits Fan; der Rest folgt spätestens jetzt.

Das Duo JUVIL rundet die Auswahl der diesjährigen Jury mit einer modernen Mischung aus Elektropop und Cloudrap ab. Dabei klingen Johnny Beck und Vince Adam wie keins der amerikanischen Vorbilder und beseitigen mit den Sounds ihrer ersten Single „Kein Signal“ bereits jeden etwaigen Zweifel daran, ob diese Musik auf Deutsch funktioniert – oder überhaupt noch Raum für Veränderung bietet.

Krach & Getöse – Die fünf Sieger*innen dieses Jahres • Listening

Verteilt über den letzten Monat hat die norwegische Jazzband Lassen Remixes der Stücke von ihrem Album „Eventyr“ veröffentlicht. Heute erscheinen sie gesammelt als Album. Mit dabei sind auch zwei Bonustracks von Anja Lauvdal und Kim Dürbeck.

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Lassens „Lila Eule“ wird von Finn Grythe neu interepretiert.

Lassen: „Lila Eule“ | Eventyr-Remix No 2 | Finn Grythe

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Krach & Getöse – Die fünf Sieger*innen dieses Jahres • Weitere Beiträge

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