Contemporary Music

Marcus Miller: „Laid Black“

Review

Ausnahmebassist Marcus Miller könnte sich auf seiner Karriere ausruhen. Tut er aber nicht! Er überrascht auf dem neuen Album „Laid Black“ sogar mit einem ungeahnten Gast: Selah Sue.

Für jemanden wie Marcus Miller ist es gar nicht so einfach, dem Verdacht der reinen Egonummer entgegenzuwirken. Das kommt davon, wenn man sich auf jenen unverkennbaren Basssound festlegt, den seit Jahren kein zweiter pflegt: klinisch sauberes Timing, knackig im Punch, technisch kaum zu toppen. Miller hat mit „Laid Black“ einen nur auf den ersten Blick sicheren Weg beschritten, von sich selbst ein wenig abzulenken: Mit dabei auf dem Album sind Szenegrößen wie Trombone Shorty, Kirk Whalum oder die belgische Soulsängerin Selah Sue. Die überrascht mit einer unkonventionellen Version der Altschnulze „Que sera sera“ – doch das ist auch so ziemlich das einzig Unkonventionelle auf dieser Platte. Miller steht drauf, Miller steckt drin, mit viel Saft, Kraft, Groove und – ja, eben Millers einzigartigem Sound. Seine Fans werden „Laid Black“ dafür lieben, wer nicht ganz so bassaffin ist, verliert sich ein wenig im Stilmix. ron

Marcus Miller „Laid Black“ ist bei Blue Note/Universal Music erschienen.

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