How much is the Pish?

Kakkmaddafakka-Sänger Pål Vindenes veröffentlicht als Pish ein Soloalbum – und bereut schon jetzt, über seinen Künstlernamen nicht länger nachgedacht zu haben.

Vanessa Wendel: Pål, hattest du Angst davor, deinen Bandkollegen zu gestehen, dass du parallel auch an Solomaterial arbeitest?

Pish: Ich habe es den Jungs erst erzählt, als schon drei Songs fertig waren. Ein bisschen fühlte es sich so an, als würde ich meine Freundin betrügen. Ich wollte ja kein Arschloch sein.

Vanessa Wendel: Auch wenn sich „Pish“ gar nicht so sehr vom Kakkmaddafaka-Sound unterscheidet, war es vermutlich eine große Befreiung, endlich mal keine Kompromisse machen zu machen, oder?

Pish: Nach über zehn Jahren in der Band wusste ich genau, was für ein Album ich wollte. Es sollte einen ganz bestimmten Vibe haben: Musik, die dich träumen lässt und bei der du deinen Gedanken freien Lauf lassen kannst. Eine kleine Reise auf Albumlänge sozusagen.

Vanessa Wendel: Hat es dich auch beeinflusst, in einer Musikerfamilie aufzuwachsen?

Pish: Es ist ein großes Geschenk, in einem Umfeld zu leben, in dem Musik ernst genommen wird und ein kreativer Austausch stattfindet. Meine Eltern sind klassisch ausgebildet, haben mir aber trotzdem auch die Beatles gezeigt, und ich bin schon seit vielen Jahren ein großer HipHop-Fan. Mein Sound liegt irgendwo zwischen all dem.

Vanessa Wendel: Vor deinem Künstlernamen haben dich deine Eltern aber nicht gewarnt?

Pish: Leider nicht. Die Jungs nennen mich Fisch, um mich zu ärgern. Das nervt zwar, aber schlimmer ist die große Nähe zu dem englischen Wort „Piss“.

Leseempfehlungen

Hayden Thorpe: Hayden Thorpe: Zwei Beerdigungen und kein Todesfall

Haelos: Haelos: Das Prinzip Resthoffnung