Contemporary Music

Jorja Smith: „Lost & Found“

Review

Happy Birthday, Jorja Smith! die Britsoul-Entdeckung wird am heutigen 11. Juni nicht nur 21 – sie hat auch gerade ihr Debütalbum „Lost & Found“ veröffentlicht!

Neben Janelle Monáes Pop-Meisterwerk „Dirty Computer“ ist der von Kendrick Lamar kuratierte Soundtrack zum Superheldenfilm „Black Panther“ das wohl heutigste Stück Musik, das 2018 bislang veröffentlicht wurde – sicher die Hälfte aller derzeit relevanten Musikerinnen und Musiker sind auf ihm vertreten, darunter mit dem drängenden R’n’B-Stück „I am“ auch Jorja Smith. Nach vielbeachteten Kollaborationen mit Drake oder Stormzy veröffentlicht die Sängerin jetzt ihr Debütalbum, das den Vorschusslorbeeren allerdings nur zum Teil gerecht wird: Die Platte enthält zwölf Soulsongs, die erstaunlicherweise gar nicht so neo klingen, klassisch und modern zur gleichen Zeit, wie eine sanft ans Heute angepasste Version von Oldschool-Heldinnen wie Lauryn Hill. Doch um nachhaltig zu beeindrucken ist „Lost & Found“ zu brav produziert, sind die Songs ein wenig zu verhalten, obwohl es mit der Single „Blue Lights“ einen Hit mit Durchschlagkraft gibt: Ein Vibrafon spinnt einen sublimen Melodiebogen um eine Pophymne, die Rihanna zur Ehre gereichen würde – und die auf das zentrale Dizzee-Rascal-Sample gar nicht angewiesen ist.

Jorja Smith „Lost & Found“ ist bei FAMM erschienen.

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