Neue Heldinnen und alte Role Models: Girls just wanna have Gun

Frauen sind Superheldinnen? Das sowieso … aber im Kino dann doch noch mal auf eine ganz besondere Weise. Die uMagazine-Autoren stellen zum Weltfrauentag die femtastischsten Actionfilmfrauen vor.

Lara Croft kehrt zurück – doch die wilde Männerfantasie mit Hotpants, Atombusen und Riesenwummen, geboren aus einem Computerspiel: Das ist vorbei. Die neue, junge „Tomb Raider“-Lara, gespielt von Alicia Vikander („The Danish Girl“, „Jason Bourne“), ist mehr abenteuerlustiges Mädchen mit Pfeil und Bogen und Fitness-DVD-Body. Was nicht heißt, dass sie nicht kräftig austeilt beim Artefaktestehlen. Ab 15. März kann man sich im Kino davon überzeugen, ob Vikanders Lara eine Actionheldin der Spitzenklasse ist – bis dahin schwelgen die uMagazine-Autoren in Erinnerungen an ihre persönlichen Favoritinnen, wenn es um Film- (und Fernseh-)Action geht.

 

Volker Sievert fährt ab auf  Charly Baltimore

Charly ist in „Tödliche Weihnachten“ eigentlich die Kleinstadtmama Samantha. Doch dann erinnert sie sich: Sie ist eigentlich die megacoole CIA-Killerin Charly Baltimore, und eigentlich gehören ihre Ex-Bosse- und Kollegen alle umgelegt. Das tödlichste Hybrid, das die Welt der machtbesoffenen Männerschweine je gesehen hat: die megacoole Killermama. Charly, heirate mich!

 

Falk Schreiber leidet mit Nikita

Luc Bessons Nikita ist keine Kampfmaschine, keine starke Frau, keine Kämpferin für das Gute. Sie ist eine drogensüchtige Kleinkriminelle, die vom Geheimdienst gezwungen wird, als Killerin zu arbeiten. Und die nichts anderes will, als aus ihrer Rolle in ein mehr oder weniger normales Leben zu fliehen. Eine sich selbst entfremdete Actionheldin.

 

Dr. Jutta Rossellit schätzt Die Braut

Ans Ziel kommen: Das schafft Die Braut in Tarantinos „Kill Bill“ in jeder Situation mit schwereloser Choreografie in leichten Schuhen, auf deren Sohle „Fuck u“ steht. Ihr Antrieb ist Willenskraft (nicht Rache!), deshalb muss ihre Selbstermächtigung auch die eigene Panik besiegen. Aber: Gelernt ist gelernt. Und wie die sich aus dem Sarg befreit …!

 

Ellen Stickel liebt Xena

Eine furchtlose Kriegerin, später dann Kämpferin für das Gute und doch immer wieder mit ihrem Jähzorn kämpfend: „Xena – Die Kriegerprinzessin“ war in den 90ern die coolste Socke auf weiter Flur. Auch wegen ihrer Schwertkampf-Fähigkeiten und des trashigen Amazonenkostüms, gegen das der fade TV-Konkurrent Hercules aussah wie ein beiger Putzlappen.

Jürgen Wittner fiebert mit Ellen Ripley

Barsch, ohne große Emotionen und so sachlich wie möglich agiert Ellen Ripley. Wir sehen eine Heldin bei der Arbeit und immer im Kampf gegen Männer mit militärischen oder ökonomischen Interessen – und natürlich gegen das „Alien“.

Siegfried Bendix mag Nami Matsushima

Der Weg von der Betrogenen zur Rächerin lässt sich in „Sasori – Scorpion“ schon in Namis Augen nachvollziehen: Immer mehr verhärtet sich ihr Blick, während sie sich gegen männliche Demütigungsstrukturen im Frauenknast immunisiert und wehrt. Dass Sex und Gewalt hier auch Schauwerte sind, macht Namis Emanzipation umso ambivalenter – schwächt aber nicht ihre Wirkung.

 

Verena Reygers steht auf  Jessica Jones

Eine Superheldin, die Lederjacke statt Catsuit trägt, misanthropisch rummosert, statt hilfsbereit zu sein, und ihre emotionalen Narben nicht mit Selfcare-Wahn, sondern mit Alkohol behandelt: „Jessica Jones“ ist die menschlichste Superheldin überhaupt. Ab 8. März gibt es die zweite Staffel – pünktlich zum Weltfrauentag.

 

Neue Heldinnen und alte Role Models: Girls just wanna have Gun • Listening

Verteilt über den letzten Monat hat die norwegische Jazzband Lassen Remixes der Stücke von ihrem Album „Eventyr“ veröffentlicht. Heute erscheinen sie gesammelt als Album. Mit dabei sind auch zwei Bonustracks von Anja Lauvdal und Kim Dürbeck.

Lassen: Remix-Eventyr erscheint heute als Album – inkl. zweier Bonustracks

The Dead Sound veröffentlichen ihre neue Single „No Tomorrow“

The Dead Sound veröffentlichen ihre neue Single „No Tomorrow“

Bendik Baksaas interpretiert „You Should Have Been There“ von Lassens Album „Eventyr“

Lassen: „You Should Have Been There“ | Eventyr Remix No 3 | Bendik Baksaas

Lassens „Lila Eule“ wird von Finn Grythe neu interepretiert.

Lassen: „Lila Eule“ | Eventyr-Remix No 2 | Finn Grythe

Sebastian veröffentlicht neue Single „Run for me“. Das neue Album erscheint im Herbst.

SebastiAn: Neue Single „Run for me“

Neue Heldinnen und alte Role Models: Girls just wanna have Gun • Weitere Beiträge

Henning Fuchs veröffentlicht sein Debütalbum „A new Beginning“.

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Kishi Bashi – Omoiyari

Kishi Bashi: Omoiyari

Die norwegische Jazzband Lassen lässt die Songs ihres Albums „Eventyr“ neu interpretieren. Nun geht es in Runde drei. Nachdem Lassens „Lila Eule“ letzte Woche von Finn Grythe überarbeitet wurde, interpretiert Billy Meier nun das Stück „You should have been there“.

LASSEN: „YOU SHOULD HAVE BEEN THERE“ | EVENTYR REMIX NO 4 | Billy Meier

Krach & Getöse

Krach & Getöse – Die fünf Sieger*innen dieses Jahres

Two Door Cinema Club spielen vor Veröffentlichung ihres neuen Album „False Alarm“ am 10. Juni eine exklusive Show im Berliner Lido. Wir verlosen Gästelistenplätze.

Gewinnspiel: Mit kulturselektor auf die Gästeliste von Two Door Cinema Club in Berlin

Das neue The Tallest Man On Earth Album wird ab dem 28.06. auch auf Platte verfügbar sein

Gewinnspiel: "I Love You. It's a Fever Dream."

Amyl And The Sniffers veröffentlichen ihr Debüt auf Rough Trade

Arschcool: Amyl And The Sniffers

Shalosh machen Jazz, der sich dem Elitarismus verweigert. Das Album „Onwards and Upwards“ erscheint im Juni.

Shalosh: Jazz ist anders

Manu Katché tour mit seinem Album „The Scope“

Manu Katché: „Ich brauche die Zusammenarbeit mit anderen Musikern.“

Freya Ridings

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Sziget Festival 2019: Erste Acts bestätigt

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Denise Mina: Schotten halten dicht

Minitopia Projekt öko

Minitopia: Autark ist stark!

Endstation Endstation?

Zurück zu den Wurzeln

Wes’ wunderbare Welt

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Neue Heldinnen und alte Role Models: Girls just wanna have Gun • News

Thor Harris - „Is Adam OK?“

Thor Harris: „Is Adam OK?“ – Zweiter Teil der Joyful Noise Serie

Neue Heldinnen und alte Role Models: Girls just wanna have Gun • Reviews

The Flaming Lips haben ihr Album „King's Mouth“ veröffentlicht.

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Stereo Total sind mit ihrem neuen Album „Ah! Quel Cinéma!“ bei uns im Plattenchat.

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