Us

Wo ist all der Dreampop hin? Empress Of ist für ihr zweites Album zurück in LA und findet mit Dev Hynes (Blood Orange) zum R’n’B.

Das zweite Album der Musikerin Lorely Rodriguez alias Empress Of erzählt von einer Öffnung: Nachdem sie auf ihrem Debütalbum „Me“ den empowernden Aspekt darin suchte, Songs zu schreiben, die dezidiert um ihre eigene Emotionalität kreisen, während allerorts nach Universalität verlangt wird, verrät der Titel „Us“, dass es im Nachfolger vielmehr um Gemeinschaftlichkeit geht. Empress Of ist nach einigen Jahren in Brooklyn zurück nach Los Angeles gezogen, und diesmal hat die selbsternannte Perfektionistin auch Einflüsse von außen zugelassen – so ist etwa Dev Hynes alias Blood Orange nicht nur als Gastsänger zu hören, sondern hat Rodriguez auch als Koproduzent unterstützt. Der vergleichsweise zurückgenommene Dreampop des Vorgängers weicht auf „Us“ einer hochmodernen R’n’B-Popästhetik, die kaum noch Rückschlüsse auf Rodriguez’ DYI-Ansatz zulässt – mit Songs, die trotzdem immer ein bisschen zu sophisticated sind, um im Radio zu laufen. Auch wenn die Sender von Überhits wie „Everything to me“ oder der Single „When I’m with him“ natürlich nur profitieren könnten. msb

Empress Of: „Us“ erscheint am 19. 10.

Empress Of • Album

Künstler: Empress Of
Titel: Us
Label: Caroline
VÖ: 19.10.2018

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